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Ein absoluter Glücksfall

Zahnärztin Rebecca Kelm aus dem hessischen Melsungen

Zahnärztin Rebecca Kelm aus dem hessischen Melsungen

Dass sie ein Curriculum Implantologie machen möchte, stand für Zahnärztin Rebecca Kelm schon früh fest. Auch ihre vor dem Studium abgeschlossene Ausbildung zur Zahntechnikerin ebnete bereits den Weg dorthin. Aber welches Curriculum aus der Fülle der Angebote ist das richtige? Schließlich half der jungen Zahnärztin, die als Gesellschafterin der „Zahnärzte am Schloss“ im hessischen Melsungen tätig ist, der Zufall. Mitten in der Mongolei bekam sie den entscheidenden Tipp und entschied sich für das Angebot des Deutschen Zentrums für orale Implantologie e. V. (DZOI). „Ein absoluter Glücksfall, wie sich im Verlauf herausstellen sollte“ so Rebecca Kelm im Nachhinein. Nicht nur fachlich, sondern auch organisatorisch war das Curriculum perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und auch die Betreuung durch das DZOI passte. Durch ihre vorherige Ausbildung und einem weiteren Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Prothetik brachte die Zahnärztin bereits einige Kenntnisse in die sechstägige Fortbildung mit. Hier ihr Erfahrungsbericht:

Dass ich mich für das Curriculum Implantologie des DZOI entschieden habe, war ein Glücksfall. Da ich gerne chirurgisch und prothetisch arbeite, wusste ich ziemlich schnell, dass ich mich nach Abschluss meiner Zeit als Assistenzarzt in Richtung Implantologie weiterbilden möchte. Ich hatte mir auch diverse Institutionen angeschaut und mich dort eingehend informiert. Im Sommer 2017 war ich dann für Zahnärzte ohne Grenzen in der Mongolei. Abends in der Jurte, mit viel Zeit für Fachgespräche, brachte ein mitreisender Kollege mich auf das DZOI, wo er Mitglied ist. Ich war sofort Feuer und Flamme und habe mich noch aus der Ferne angemeldet.

Wie schon bei vielen anderen Kollegen waren auch für mich das Blockseminar und die Übungen am Humanpräparat ausschlaggebend. Ich wollte nicht viele Wochenenden in der Republik verbringen, sondern einmal konzentriert den anstrengendsten Teil der Weiterbildung hinter mich bringen. Bei mir kam noch hinzu, dass ich in Göttingen mein Staatsexamen abgelegt habe und viele der Dozenten schon kenne und schätze. Die Tatsache, dass von 9.00 bis 18.00 Uhr referiert wurde, schreckte mich am Anfang etwas. Es ließ sich allerdings alles sehr gut mitverfolgen, wobei die eingestreuten Kaffeepausen auf jeden Fall dienlich waren.

Die Anmeldung aus der Mongolei hätte aufgrund der Zeitverschiebung erschwert sein können. Mithilfe meines Freundes und dank der routinierten Arbeit des DZOI-Geschäftsstellenleiters Josef Pertl, der jederzeit erreichbar war und jede Frage professionell beantworten konnte, klappte die Kommunikation reibungslos. Auch über Dritte und aus der Ferne werden alle Teilnehmer mit den nötigen Informationen wie Materiallisten, Hotelempfehlungen und Kursprogramm rechtzeitig versorgt.

Am Montag dem 09.10.2017 fanden sich alle Teilnehmer in der Lobby des Universitätsklinikums Göttingen ein und wurden von Josef Pertl freundlich empfangen. Von dort wurden wir zur „Ebene vier“ geleitet, wo die Zahnmedizin in Göttingen zu Hause ist und wir die nächsten sechs Tage hauptsächlich verbringen durften. In der alten Bibliothek wartete schon Prof. Dr. Dr. Engelke, der uns herzlich begrüßte und wir hatten kurz die Gelegenheit, uns vorstellen. Hierbei wurde klar, dass wir eine durchwachsene Gruppe von Frischlingen bis hin zu Fortgeschrittenen waren. Ich fand dies sehr angenehm, weil man sich so in den Pausen immer gut austauschen konnte.

Prof. Dr. Dr. Engelke erzählte uns, dass er den Abend vorher aus Südamerika eingetroffen war, weil er die meiste Zeit des Jahres, nach dem Ausscheiden aus seiner aktiven Lehrtätigkeit in Deutschland, seine Forschungen bei seinem Kollegen Prof. Beltran in Chile weiterführt. Prof. Viktor Beltran sollte die kommende Woche mit weiteren Dozenten zu uns stoßen. Diese Kollegen berichteten anschließend über weitere interessante OP-Techniken und neue Verfahren, die hier in Deutschland noch nicht in gleicher Weise verbreitet sind.

Da ein kompaktes Curriculum im Blockunterricht intensiv den Stoff vermittelt, wurden anfangs die Big Points der nächsten Tage vorgestellt und für die praktischen Übungen am Humanpräparat oder am Phantom das Tiologic Implantsystem der Firma Dentaurum präsentiert. In der Folge schlaglichthaft die Schwerpunktthemen der Fortbildung.

Laser
Die Firma Oralia und Dr. Claar aus Kassel verdeutlichten uns das breite Einsatzgebiet dieses Therapiemittels. Anfänglich war ich der Meinung, dass man Laser nur bei Parodontitis einsetzt und wurde eines Besseren belehrt, weil gerade die Behandlung der Periimplatitis hier eine gute Erfolgsquote aufweist. Dies gilt ebenso in der Endodontie und chirurgisch. Die Geräte, so wie man sie vielleicht von früher kennt, haben mit den heutigen nur noch geringe Ähnlichkeit und es ist überlegenswert, den Laser künftig in das Behandlungsspektrum zu integrieren.

Implantatprothetik
Dr. Stefan Klotz referierte über dieses Thema sehr spannend. Dr. Klotz war früher Zahnarzt im Klinikum und konnte so über einen langen Zeitraum von Implantatversorgungen berichten bis zu heutigen Fällen. Gut fand ich, dass er alte prothetische Lösungen vorstellte und gleichzeitig erzählte, wie er es heute lösen würde. Außerdem gefiel mir, dass er auch mal von nicht so gut gelaufenen Fällen berichtete und sagte, wie man diese wieder korrigieren und verbessern kann.

Implantatsysteme
Dr. Jochen Scoop aus Berlin erzählte von seinen Erfahrungen mit verschiedenen Implantatsystemen und wo jeweils die Vorteile sind. Dabei gab er Tipps zum Tiologic Implantat, damit wir bei den Übungen am Humanpräparat richtig damit umgehen können.

Weichgewebemangament
Einer der besten Vorträge war der von Dr. Joachim Hoffman aus Jena. Da Dr. Hoffman schon seit langer Zeit mit einem OP-Mikroskop arbeitet, konnte er uns tolle Techniken zum Weichgewebemanagement zeigen. Gerade die Nahttechniken im Frontzahnbereich waren sehr lehrreich und regen zum Nachmachen an.

Sinuslift
Eine wirklich spannende Ansicht zu dem bekannten Thema Sinuslift brachte Prof. Viktor Beltran, der seinen Lehrstuhl in Temuco Chile hat. Er zeigte uns, dass er seine Operationen immer mit einem Endoskop macht, was man normalerweise aus der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde kennt. Durch diese Technik bekommt der Ausdruck „Mikrochirurgie“ einen ganz neuen Aspekt.

Praktische Übungen
Nach drei Tagen und vielen spannenden Vorträgen durften

Per Computer feinjustiert - 28. DZOI-Jahreskongress überzeugt mit Schwerpunktthema „Digitalisierung in der Zahnheilkunde“

Gut 35 Teilnehmer schauten DZOI-Vorstandsmitglied PD Dr. Dr. Arwed Ludwig über die Schulter, als er in einer Live-OP zum Auftakt des 28. DZOI-Jahreskongresses in Kassel einer 48-jährigen Patientin mithilfe eines modernen 3D-Navigationssystem zwei Implantate inserierte. Das Deutsche Zentrum für orale Implantologie e. V. hatte unter dem Themenschwerpunkt „Digitalisierung in der Zahnheilkunde“ nach Kassel eingeladen. Erstmals stand eine Live-OP auf dem Programm. Ein Konzept, das aufging.

Live-OP

Durchweg mit Schutzbekleidung ausgestattet, hatten sich am Freitagmorgen, den 08. Juni 2018 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus dem gesamten Bundesgebiet im OP-Saal der Medizinischen und Gesichtschirurgischen MGK-Klinik von Privatdozent Dr. Dr. Arwed Ludwig versammelt.

Der Kiefer- und Gesichtschirurg arbeitet seit Ende 2013 mit einem speziellen 3D-Navigationssystem, das in nur rund fünf deutschen Zahnarzt-Praxen im Einsatz ist. Entsprechend groß war das Interesse der Kongress-Teilnehmer. Angesichts des fortgeschritten atrophierten Kiefers bei einem hohen Nervenverlauf der Patientin war die digitale Technik wichtig. Unter Lokalanästhesie wurden der Patientin, quasi feinjustiert per Computer, zwei Keramikimplantate Ø 4,1 × 8 Millimeter und Ø 4,1 × 10 Millimeter eingesetzt.

„Die neuen Möglichkeiten machen die Behandlung besser planbar, präziser und sicherer“, benennt DZOI-Vorstandsmitglied Ludwig die Vorteile. Das 3D-Navigationssystem, das bei der Live-OP demonstriert wurde, verknüpft verschiedene technische Komponenten, die in dieser Zusammenstellung einmalig sind: Zwei Kameras, die 3D-Bilder erzeugen, einen Computer mit OP-Planungs-Software und einen Ultraschall-Scanner. Letzterer macht den entscheidenden Unterschied. Durch den integrierten Ultraschall-Scanner kann der Zahnarzt die Behandlung strahlenfrei und ohne Unterbrechung am Stuhl durchführen. Das heißt, er muss nicht mehr zwischen den Arbeitsschritten bildgebende Diagnostik, Planung und Behandlung hin- und herwechseln. „Digitalisierung hat in unsere Praxen Einzug gehalten. Das beginnt bei der Abbildung der Zahnreihen mittels Ultraschall-Scanner, setzt sich fort über das digitale Fräsen des Zahnersatzes und endet bei der navigierten High-End-Operation.“

Table Clinics

Auch bei den anschließenden Table Clinics in der Remise des Schlosshotels Bad Wilhelmshöhe wurden Digitalisierungsthemen präsentiert und diskutiert. An Table 4 zum Beispiel hatte das Unternehmen Haptitude das 3D-Navigationssystem „OpenPilotSystem“ (OPS) aufgebaut, das schon bei der Live-OP in Aktion zu sehen war. Hier hatten die Kongress-Teilnehmer Gelegenheit, den weltweit ersten und patentierten dentalen Ultraschall noch mal unter die Lupe zu nehmen, der in Kombination mit dem OpenPilotSystem in Echtzeit die Realität in eine 3D-Bilddarstellung übersetzt. Neben der Analyse, Planung, Navigation und Kontrolle einer Implantation leistet das System auch eine forensische Dokumentation. „OPS minimiert das Risiko in der Oralchirurgie signifikant. Es ermöglicht, auch komplizierte Fälle auf abgesicherte Art und Weise in der privaten Klinik durchzuführen“, fasst PD Dr. Dr. Ludwig seine Erfahrung zusammen.

Um digitale Lösungen für die Patientenkommunikation und Dokumentation ging es auch am Table von synMedico. Gezeigt wurde hier, wie Patientendaten und -aufnahmen von Röntgen bis intraorale Befunde sowie weitere Medieninhalte jederzeit abrufbar und rechtskonform dokumentiert werden können.

Die Baldus Medizintechnik präsentierte an ihrem Table Scavengersysteme. Mit Begeisterung probierten die Teilnehmer die unterschiedlich farbigen und duftenden Masken von „Strawberry“ bis „Blueberry“, die nicht nur Kindern den Zahnarztbesuch mit Lachgassedierung positiver erleben lassen. Anwendungsformen des „Endoret-PRGF“ (Plasma Rich in Growth Factors) erläuterte an einem weiteren Table BTI Deutschland. Das patentierte autologe System von thrombozytenreichem Plasma stimuliert das Gewebe, sodass Patienten sich nach oralchirurgischen Eingriffen schneller regenerieren. Wie Zahnmediziner sich mittels des digitalen Dokumentenmanagementsystems „Prokonzept“ auf Praxisbegehungen vorbereiten können, war am Table von Dental Bauer zu erfahren. Das System erfasst die wichtigsten Kernbereiche wie Geräte-, Hygiene-, und Praxismanagement sowie die Sammlung von Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen. Es unterstützt Praxen dabei, rechtssichere und effiziente Abläufe einzuhalten.

An weiteren Tables ging es um Sinuslift für Anfänger (IBS Europe), minimalinvasive Vorgehen bei lagerschwachen Knochen (Implantat-Agentur/ImplAG), die PTFE-Naht „Biotex“ für dentale Chirurgie (Medical & Dental Service/mds), Patientengewinnung mit Aloe-Vera-Produkte (Aloe-Dental-Team A. Olsson) und das SOS-System (Sliwowski Overdenture System) für den zahnlosen Kiefer der Zahnimplantatklinik Düsseldorf. Parallel zum zahnmedizinischen Programm liefen zwei gut besuchte Kurse für zahnmedizinische Fachangestellte, die sich mit Patienten-Kommunikation und Praxisbegehung beschäftigten.

Gala-Dinner

Höhepunkt des abendlichen Gala-Dinners mit Fünf-Gang-Menü war zum einen die Prämierung des Poster-Wettbewerbs. Den ersten Platz erhielten der Zahnarzt Georgi Aleksandrov M. Sc., die Zahnmedizinische Fachangestellte Susan Ervandian und der Zahntechnikermeister Horst Till-Jung für ihr Poster „Laterale Kieferkammaugmentation im Oberkiefer mithilfe von autologen Dentinblöckchen aus extrahierten Zähnen“. Auf dem zweiten Platz landeten Bassam Al-Sayyad, PD Dr. Holger Engel, Prof. Dr. Götz Giessler, Jörg Hense und PD Dr. Dr. Arwed Ludwig mit dem Poster „Oberkieferrekonstruktion mittels mikrovaskulärer anastomosierter Fibula und simultaner 3D-Implantatinsertion“. Platz drei ging an Philipp Hassebrauck und PD Dr. Dr. Arwed Ludwig mit dem Thema „Socket Preservation und Implantatinsertion bei Risikopatienten nach Radiochemotherapie der Kiefer“.

Zum anderen verloste Thomas Wachtel von der Implantologie-Agentur (ImplAg) eine Reise nach Tokyo zum OSSTEM Worldmeeting 2019 im Mai nächsten Jahres. Über diesen Preis freute sich eine Kongressteilnehmerin aus Österreich.

Mainpodium

Im Main-Podium am Samstag, den 09.06.2018, spiegelte sich die enorme Bandbreite des zahnmedizinischen Berufsfeldes wieder. Im ersten Vortrag des Tages von DZOI-Präsident Dr. Engels ging es um die Züchtung von Stammzellen-Therapien in der Zahnheilkunde zum Ersatz von Zähnen. Im letzten Vortrag am späten Samstagnachmittag erhielten die Teilnehmer von Dipl. Ing. Steffen Konrad wertvolle Tipps für die digitale Praxis, die auch das hochaktuelle Thema Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) berücksichtigten.

„Mit einer Kombination aus Live-OP, Table Clinics, Industrieausstellung, Main-Podium und dem kollegialen Austausch haben wir mit Unterstützung der Industrie, der wir ausdrücklich danken, zwei Kongresstage zusammenstellt, die die Teilnehmer auf vielfältige Weise mit Neuigkeiten ihres Fachgebietes versorgt haben. Entsprechend positiv waren die Rückmeldungen, was mich

DZOI News 2 2017

Sind Sie bereit für Digitalisierung? Dann lesen Sie jetzt die aktuellen DZOI News mit einem Ausblick auf unseren Jahreskongress 2018 in Kassel.

Erfolgreicher Jahreskongress Berlin - 2018 Kassel

Table Clinics

Table Clinics

Mit den Table Clinics startete am Freitag, den 25. August 2017 unser 27. Jahreskongress im Hotel Hilton Berlin. Im 30-Minuten-Takt wanderten die Teilnehmer Gruppenweise von Thementisch zu Thementisch. Besonders gefallen hat, dass bei den Hands-On-Demonstrationen in direktem Kontakt zu Experten neue Erkenntnisse gleich praktisch vertieft werden konnten.

Hands-On

Hands-On

Die Themenschwerpunkte der Tisch-Demonstrationen waren Sofortimplantation, Lachgassedierung, Knochenneubildung, Frühbelastung nach Augmentation, minimalinvasives Vorgehen bei lagerschwachem Knochen, Alveolenmanagement, Keramikimplantate, SOS für zahnlosen Kiefer, Patientengewinnung durch Hightech und Natur, rechtskonforme und digitale Patientenaufklärung sowie Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis.

DZOI-Vorstand und bulgarische Delegation

DZOI-Vorstand und bulgarische Delegation

Zu unserem Jahreskongress konnten wir auch eine Delegation aus Bulgarien begrüßen. Mit der Akademie für ästhetische Zahnmedizin Bulgarien (Bulgarian Academy of Esthetic Dentistry Member of International Federation of Esthetic Dentistry/BAED) sowie die Bulgarisch Deutsche Gesellschaft für Implantologie (Bulgarian German Dental Society/BGDS) haben wir einen Kooperationsvereinbarung getroffen, die einen Austausch von Studenten zur Famulatur sowie Supervisionen von Zahnärzten sowohl in der Klinik als auch in zahnärztlichen Praxen beinhaltet. Des Weiteren werden alle bulgarischen Kollegen der BAED und BGDS kooperative Mitglieder im DZOI.

Galadinner

Galadinner

Beim festlichen Galadinner am Freitagabend sorgte Entertainer „Lilli“ für so manchen Lacher. Natürlich stand dann der persönliche Austausch im Vordergrund. Viele Kolleginnen und Kollegen kennen sich seit Jahren. Auch mit Referenten und Herstellern entwickelten sich intensive Gespräche in der eleganten Atmosphäre des Berliner Hilton.

Main-Podium

Main-Podium

Am Samstagmorgen eröffnete DZOI-Präsident Dr. Helmut B. Engels das Main-Podium des 27. DZOI-Jahreskongresses. Viel Aufmerksamkeit erhielten die Vorträge zu aktuellen Aspekten der Zahn-Implantologie und benachbarter Disziplinen. Zu den Referenten gehören: Dr. Peter Fairbairn, Dr. Anke Isser, PD Dr. Dr. Steffen Köhler, Dr. Patricia Freifrau von Landenberg, DZOI-Vorstandsmitglied PD Dr. Dr. Arwed Ludwig, Prof. Dr. Dr. Andreas Neff, Sozialwiss. B.A. Annika Papenbrock, Dr. Fabian Peters, Dr. Jochen Scopp, Dr. Ulrich Volz und Dr. Harald Werner.

Ausstellung

Ausstellung

In den Pausen gab es die Möglichkeit, sich an den Präsentationsständen der Industrieausstellung zu informieren. Je nach individueller Interessenslage konnten die Teilnehmer sich mit Experten zu unterschiedlichen Themen informieren.

Bergpark Wilhelmshöhe Kassel (Foto: Kassel Marketing GmbH, P. Blåfield)

Bergpark Wilhelmshöhe Kassel (Foto: Kassel Marketing GmbH, P. Blåfield)

Der 28. DZOI-Jahreskongress findet am 08./09. Juni 2018 in Kassel statt. Zum Schwerpunktthema „Digitalisierung in der Zahnheilkunde“ werden u. a. Referenten aus Taiwan und Bulgarien erwartet: Prof. Dr. Yu Cheng Fan mit einem Vortrag „3D-Visualisation: Grenzen und Möglichkeiten“ sowie Prof. Dr. Angelina Vlahova Expertin für CAD/CAM-Technik. „Unser Berufsstand hat sich den Herausforderungen und Veränderungen, die durch die Digitalisierung entstanden sind, längst erfolgreich gestellt. Das reicht von der digitalen Abformung bis zur digitalen Dokumentation“, erklärte Dr. H. B. Engels „Jetzt kommt es darauf an, die Entwicklung weiter mitzugehen. Dabei soll unsere internationale Fachtagung in Kassel im Juni nächsten Jahres beitragen.“ Also: Save the date!

Versicherungscheckliste zur Praxisabgabe

Unser förderndes Mitglied nucleus Finanz- und Versicherungsmakler AG hat wertvolle Tipps für die Praxisabgabe, die wir unseren Mitgliedern hier gerne zur Verfügung stellen wollen:

Die gesamte Praxisabgabe ist sehr facettenreich und umfasst u. a. Themen wie z. B. den Datenschutz (Patientendaten), Arbeitrecht, Kaufvertrag, steuerliche Aspekte, etc. Auch im Versicherungsbereich gibt es Themen, die zu beachten sind, um einen reibungslosen Übergang in den wohlverdienten Ruhestand zu gewährleisten:

1. Nachversicherung der Berufshaftpflichtversicherung:
In der Berufshaftpflichtversicherung für Zahnärzte kommt es darauf an, wann der Schaden eintritt – nicht wann er verursacht wurde (Zeitpunkt des beruflichen Vergehens). Insofern ist eine Nachhaftungsversicherung unerlässlich, da die Schäden auch nach der Praxisabgabe eintreten können.

In neuen guten Bedingungswerken ist die Nachhaftungsversicherung automatisch und beitragsfrei mit versichert. Wenn noch nicht geschehen, sollte auf ein modernes Bedingungswerk umgestellt werden oder ggf. rechtzeitig der Versicherer gewechselt werden.

Bei gelegentlicher Tätigkeit bzw. Praxisvertretungen ist eine sogenannte Ruhestandsversicherung möglich. Unerlässlich ist die Weiterführung der privaten Haftpflichtversicherung, die häufig in der Berufshaftpflichtversicherung integriert ist.

2. Rechtsschutzversicherung:
Beim Verkauf der Praxis werden wichtige Verträge geschlossen. Spätestens jetzt empfiehlt sich eine Rechtsschutzversicherung inkl. Vertragsrechtsschutz. Dabei ist zu beachten, dass der Versicherungsbeginn mindestens 3 Monate vor dem Verkauf der Praxis liegen sollte, damit die Wartezeit abgelaufen ist und der Versicherer sich nicht auf den Ausschluss der Vorvertraglichkeit berufen kann.

3. Praxisinventarversicherung:
Die Praxisinventarversicherung geht automatisch auf den Käufer über, wenn nicht innerhalb von einem Monat gekündigt wird.

4. PKV-Vorauszahlungsmodell:
Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung können in der Regel bis zum 2,5 fachen Jahresbeitrag im Voraus bezahlt werden. Dies macht insbesondere im letzten Jahr der aktiven Tätigkeit mit hohem Steuersatz Sinn, da je nach Tarif zwischen 80 und 90% des Beitrags in dem Jahr abgesetzt werden können. In der Regel ist der Steuersatz bei Rentenbezug geringer, sodass sich im Vergleich zu einer laufenden Beitragszahlung eine echte Steuerersparnis ergibt.
Darüber hinaus wird bei diversen Gesellschaften noch ein Skonto von max. 4% gewährt.

5. Basisrente als zusätzliche Altersvorsorge:
In der sog. Basisrente sind sichere Nachsteuer-Renditen von über 3% möglich.

Die Absetzbarkeit der Beiträge in diesem Jahr beträgt 84%, steigend in 2%-Schritten auf 100% im Jahr 2025. Besteuerung der Rente in 2017: 74%, steigend auf 100% im Jahr 2040. Das heißt, die prozentuale Absetzbarkeit des Beitrags ist höher als die Besteuerung der Rente.

In die Basisrente kann eine 100%-ige Hinterbliebenenrente eingeschlossen werden. Ggf. macht es Sinn, die Rente auf den Ehepartner abzuschließen (bei stark unterschiedlichen Versorgungsansprüchen).

Eine Beispielrechnung zur Rendite: Einzahlung von 40.000,- € in eine Basisrente der Allianz (Alter 62), 60% Hinterbliebenenrente, steigende Rente ab dem 5. Jahr. Die monatliche Rente in Höhe von 141,- €, p. a. 1.692,- €.
Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung beträgt die Rendite: 3,51 % nach Steuern.
Eine Alternativanlage müsste 4,88 % vor Steuern erreichen.

Bei Rückfragen zu diesen Themen wenden Sie sich bitte an:

Nucleus Finanz- und Versicherungsmakler AG
Max-Planck-Str. 4
50858 Köln
Tel.: 02234-694 690783010
koeln@nucleus-ag.de
www.nucleus-ag.de